Weltreise 2 – Neufundland

INSEL AN DER EISBERG-ALLEE

Kanadas östlichste Provinz besteht aus zwei geografisch separaten Regionen: der großen Insel Neufundland und Labrador, dem östlichsten Teil des kanadischen Festlandes nördlich des St. Lawrence River. Neufundland hat knapp eine halbe Million Einwohner, Labrador ist die Heimat von rund 30.000 Menschen. Riesige zusammenhängende Wildnisgebiete, der Gros Morne Nationalpark, die Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows, ganz im Norden die Stadt Twillingate – Eisberghauptstadt der Welt – , die Avalon-Halbinsel und die sympathische Provinzhaupstadt St. John’s sind bekannt für Neufundland; ebenso die unaufdringliche Freundlichkeit und Naturverbundenheit der Insulaner. In Port-aux-Basques im Südwesten Neufundlands legen täglich die Fähren aus Neuschottland an, mit denen u.a. die meisten Touristen die Insel erreichen.

Die Tablelands im Gros Morne Nationalpark sind für die geologische Forschung von unermesslicher Bedeutung. Die Gruppe kahler, gelbbräunlicher Berge entstand vor 460 Millionen Jahren. Tektonische Verwerfungen fördeten Gesteinsschichten aus mehr als zehn Kilometern Tiefe an die Oberfläche; ein Stück Erdinneres, das sich nach außen presste. So einzigartig wie dieses Naturschauspiel ist der Western Brook Pond auf Neufundland – ein See ohne Schlamm, Schlick und toxische Verunreinigungen. Durch das klare Wasser kann man problemlos bis zu zehn Meter in die Tiefe sehen. Wissenschaftler bezeichnen diesen seltenen Gewässerzustand als ultraoligotroph.

In New Bonaventure, an einer malerischen Bucht befinden sich die Kulissen der TV-Serie Random Passage, die auch noch Jahre nach den Dreharbeiten besichtigt werden können. Die Serie basiert auf den Romanen „Die Farben des Meeres“ und „Am Ende des Meeres“ der neufundländischen Schriftstellerin Bernice Morgan.

Website der Provinz Neufundland und Labrador
Filmkulisse der Serie Random Passage
Fotos: Vera Dähnert